Neues aus dem Nachbarschaftsraum Nord-Ost

Liebe Leserin, lieber Leser,

vor einem Jahr habe ich geschrieben, „wir machen uns jetzt mit Schwung auf den Weg zur engen Zusammenarbeit in unserem Nachbarschaftsraum Nord-Ost“. Ja, vieles ist seither passiert.

Nach langem und wirklich sorgfältigem Diskutieren über die Rechtsform unseres Nachbarschaftsraums haben wir uns zum Gemeindezusammenschluss, der Fusion entschieden. Das hätte sich wirklich keine der 10 betroffenen Gemeinden im Vorfeld vorstellen können, dass aus den 10 eigenständigen Gemeinden Auringen, Bierstadt, Breckenheim, Erbenheim Paulus und Petrus, Igstadt, Kloppenheim-Hessloch, Medenbach, Naurod und Wildsachsen zum 1.1.2027 eine einzige Gemeinde werden wird. Alle Gemeinden waren am Schluss doch der Ansicht, dass damit auch die Veränderung der Verwaltung, die am einem Ort konzentriert werden wird, am besten gelingen kann.

Momentan sind wir in den letzten Zügen der Festlegung des Namens der neuen Gemeinde. Final wird im September in der Sitzung der Steuergruppe darüber beschlossen.                                                                                                      Daneben wird schon fleißig gearbeitet an der Vereinigungsvereinbarung und der Formulierung einer Geschäftsordnung, die das Ganze neue Miteinander regeln soll. Dank hier an die Projektgruppe: „Rechtsformen“ und die Steuergruppe.

Ebenfalls hat sich ja seit Anfang dieses Jahres die Anstellung der Pfarrerinnen und Pfarrer in unseren Gemeinden geändert; sie sind alle jetzt beim Dekanat angesiedelt und in den Nachbarschaftsräumen als Verkündigungsteams, zusammen mit Kantoren und Gemeindepädagogen. Vorerst decken sie noch die jeweiligen Bereiche ihrer bisherigen Arbeit ab, andere Konzepte können in Zukunft vielleicht auch nötig werden.

Die gemeindlichen Gebäude sind mittlerweile von einer großen Kommission besichtigt und bewertet worden. Die Projektgruppe: „Gebäudebedarfs- und -entwicklungsplan“ nahm daran teil, neben Mitgliedern des Dekanatssynodalvorstands und Kirchenarchitekten. Aus einem Raumangebot für nicht gottesdienstlichen Versammlungsflächen von 1577 m2 in unserem Nachbarschaftsraummüssen für die Zukunft 707 m2 aus der kirchlichen Finanzierung in die der Gemeinde übergeben werden. Das heißt, dafür gibt es kein Geld mehr. Wessen Gemeindehaus weiterhin kirchlich finanziert werden wird oder nicht, das wird bis zum Ende des Jahres 2025 schon tendenziell festgelegt werden. Für die nicht weiterhin kirchlich finanzierbaren Gebäude müssen und werden die Gemeinden kreative Lösungen finden. Dank hier der Projektgruppe „Gebäudebedarfs- und -entwicklungsplan“.

Die jeweiligen genannten Projektgruppen werden durch Mitglieder aus allen Gemeinden gebildet, d.h. jede Gemeinde muss vertreten sein. Sie diskutieren die Dinge vor, tragen sie ein in ihre Kirchgenvorstände und bringen die Ergebnisse aus den Kirchenvorständen wieder in die nächsten Diskussionen der Projektgruppen ein. In der Steuergruppe, in der auch alle Gemeinden mit mehreren Vertreter*innen repräsentiert sind, werden die endgültigen Entscheidungen getroffen.

Gabriele Schmidt, Auringen