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Weltgebetstag 2018 PDF

Gottes Schöpfung ist sehr gut!

 

Das rufen uns in diesem Jahr die Frauen des Weltgebetstagskomitees aus Surinam zu. Ja, Surinam!

 

Das kleinste Land Südamerikas, im Norden von Brasilien an der Atlantikküste gelegen, ist etwa halb so groß wie Deutschland, und hat weniger Einwohner als Frankfurt am Main… Aber so klein und unbekannt das Land ist, so vielfältig und bunt ist es – der Gedanke an unberührte Schöpfung liegt nahe, besteht es doch zu ca. 90% aus tiefstem Regenwald, mit Orchideen und über 1.000 Baumarten, zahlreichen noch gar nicht entdeckten Pflanzenarten.

 

Die Frauen aus Surinam laden uns ein, mit ihnen und GottesdienstbesucherInnen in aller Welt für Gottes gute Schöpfung zu danken und sich in Gebet und Handeln für sie und ihren Erhalt einzusetzen.

 

Auch die Bevölkerung Surinams ist bunt: In der ehemals britischen, dann niederländischen Kolonie leben heute die Nachfahren afrikanischer Sklaven, javanesischer, chinesischer und indischer Arbeiter – und der indigenen Urbevölkerung, die sich völlig in den Regenwald zurückgezogen hat. Und entsprechend vielfältig sind auch die Religionen, die Seite an Seite friedlich existieren. In der Hauptstadt steht eine Moschee neben einer Synagoge, nicht weit davon die katholische Kathedrale und die Hautkirche der Herrnhuter Brüdergemeine, die stark vertreten ist unter den 50% Christen des Landes.

 

Doch das paradiesisch wirkende Land mit seiner reichen Natur und der toleranten Bevölkerung ist in Gefahr: Wirtschaftskrisen haben das staatliche Sozialsystem nahezu zum Einsturz gebracht, die Regierung sieht keine Lösung. Die Männer der jüngeren Generationen helfen sich selbst: In illegalen Kleinstminen wird Gold unter Einsatz von hochgiftigem Quecksilber aus dem Boden gelöst, was Umwelt, Mensch und Tier schleichend, aber sicher zerstört. Das wirkt sich aus auf den sozialen Zusammenhalt – und insbesondere die Situation der Frauen und Mädchen: In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

 

Mit Kollekten und Spenden zum Weltgebetstag 2018 fördert das deutsche Weltgebetstagskomitee das Engagement seiner weltweiten Projektpartnerinnen. Darunter ist auch die Frauenarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine in Surinam. Sie bietet qualifizierte Weiterbildungen für Jugendleiterinnen an, die jungen Frauen in Schwierigkeiten zur Seite stehen.

 

In diesem Jahr findet der Weltgebetstag am 2. März statt; der ökumenische Gottesdienst ist um 15 Uhr in der ev. Kirche in Medenbach, gemeinsam gestaltet von einem Team der Gemeinden Naurod, Auringen und Medenbach. Im Anschluss gibt es in der Pfarrscheune Kaffee und Kuchen, und die Gelegenheit zum Gespräch.

Wer eine Mitfahrgelegenheit sucht, melde sich bitte im Gemeindebüro.

 

Auf ein Wiedersehen am 2. März in Medenbach, Sie sind alle ganz herzlich eingeladen!

Dr. Margit Ruffing

 

 
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