Kommt! Bringt eure Last – Weltgebetstag am 6. März in Medenbach

Dem einladenden Ruf des diesjährigen Weltgebetstags, in dessen Mittelpunkt Nigeria steht, sind über 70 Frauen und eine Hand voll Männer aus den ev. AMeN-Gemeinden und dem katholischen Kirchort von St. Birgid, St. Elisabeth in Auringen gefolgt: In der Medenbacher Pfarrscheune wurden noch bis zum Beginn des Gottesdienstes um 17 Uhr von emsigen Helferinnen Stühle herbeigeholt… Nach Aussagen von Teilnehmerinnen war es nicht zuletzt die Last der zunehmenden Gewalt in der Welt durch immer bedrohlicher werdende Kriege und antidemokratische Entwicklungen, die sie bewegte, diesem Gottesdienst zu besuchen, von dem man erfahrungsgemäß durch den Blick über den Tellerrand und das Erleben von Gemeinschaft Kraft schöpfen kann.

Gemäß dem Motto des Weltgebetstages „informiert beten – betend handeln“ erlebten die Anwesenden nicht nur einen stimmungsvollen bewegenden Gottesdienst, sondern erfuhren Einiges über Nigeria, den „Riesen Afrikas“, dem Land mit 230 Millionen Einwohnern, ca. 250 Ethnien und über 500 Sprachen und Idiomen. Die Christinnen des nigerianischen WGT-Komitees ließen in der Gottesdienstordnung nicht nur von Gewalt und Unterdrückung geprägte Lebensgeschichten ihrer Mitschwestern erzählen, sondern vor allem, wie sie aus dem Vertrauen auf Gottes Kraft aus ihrer Verzweiflung heraus- und Ruhe und Lebensfreude wiederfinden. Ihre Geschichten und Gebete mit schlichten starken Worten – gestaltet vom ökumenischen Team der Frauen aus Auringen, Medenbach und Naurod – ihre melodischen Lieder mit eingängigen Texten und bewegenden Rhythmen rührten die Besucherinnen und Besucher an, erfüllten den vollbesetzten Raum mit freundlicher Nähe zueinander. Diese wurde auch spürbar im anschließenden Zusammensein im oberen Stockwerk der Pfarrscheune, beim gemeinsamen Essen und guten Gesprächen. Ein Highlight war das nigerianische Reisgericht, zubereitet vom Ehepaar Karin und Adedopo Bamiro. Die beiden hatten dankenswerterweise bereits die Gottesdienstvorbereitung unterstützt mit ihren Erzählungen über Land Menschen, und mit bunten Gewändern und Stoffen aus Nigeria zur Gestaltung des Gottesdienstraumes beigetragen.

Ein schöner Abend, der mit Gebeten, Gesang und Gemeinschaft beim Essen mit dem Mut und der Durchhaltekraft der Nigerianerinnen die Hoffnung auf eine bessere Welt stärkte! Zum ‚informiert Beten‘ gehört auch das ‚betend Handeln‘! – die Kollekte für Projekte in Nigeria und aller Welt betrug knapp 600€, einer von vielen Beiträgen, die am Weltgebetstag in den Gottesdiensten zusammenkommen, um die Lebenssituation von Frauen und Mädchen zu verbessern.

Dr. Margit Ruffing, für das WGT-Team der AMeN-Gemeinden und des Kirchortes St. Elisabeth

Fotos: Erhard Herold