Am Sonntag, den 8. März 2026, feierte Pfarrer Thomas Tschöpel in der evangelischen Kirche in Naurod sein 25-jähriges Ordinationsjubiläum. Die voll besetzte Kirche machte spürbar, wie viele Menschen seinen Weg begleitet haben. Es kamen Gottesdienst-besucher aus früheren Gemeinden ebenso wie aus den AMeN-Gemeinden, in denen er seit Juni 2024 seinen Dienst versieht. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Markus Kaiser an der Orgel gestaltet. Der Kirchenchor unter der Leitung von Fabian Kobler bereicherte den Gottesdienst mit zwei Liedbeiträgen.
Ein Weg mit vielen Stationen
Der berufliche Weg von Thomas Tschöpel begann 1999 in Offenbach-Bieber. Seine erste Pfarrstelle führte ihn gemeinsam mit seiner Ehefrau nach Oberweser in Nordhessen. Acht Jahre wirkte er anschließend in Kassel-Wolfsanger, bevor eine kurze Station in Brachttal-Schlierbach folgte. 2014 kehrte er in die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau zurück und betreute zehn Jahre lang die drei Wetteraugemeinden Bleichenbach, Selters-Wippenbach und Effolderbach. Seit zwei Jahren ist er nun in unseren Gemeinden tätig und teilt sich die Arbeit mit Pfarrer Ebeling.
In seiner Predigt nahm Pfarrer Tschöpel die Gemeinde mit hinein in die biblische Geschichte des Propheten Elia (1. Könige 19, 1–13). Elia, der sich erschöpft unter einem Ginsterstrauch wiederfindet, wird dort von Gott neu gestärkt: „Steh auf und iss, denn du hast einen weiten Weg vor dir.“ Dieser Satz wurde für Pfarrer Tschöpel zu einem roten Faden seines Rückblicks. Viele seiner beruflichen und privaten Erlebnisse lassen sich im Licht dieser biblischen Ermutigung verstehen: Gott begleitet, stärkt und führt weiter – auch dann, wenn Wege unerwartete Wendungen nehmen.
Geistliche Erfahrungen, die tragen
In seiner Predigt erzählte Pfarrer Tschöpel von Momenten, in denen er Gottes Nähe besonders gespürt hat – sei es bei Taufen in der Fulda, in Gottesdiensten unter freiem Himmel oder bei Begegnungen mit Menschen, die ihm anvertraut waren. Solche Erfahrungen, so machte er deutlich, prägen einen Dienst weit über organisatorische Aufgaben hinaus. Sie sind geistliche Wegmarken, an denen spürbar wird, dass Gott Menschen berührt.
Als Bordseelsorger begleitet er seit 2010 immer wieder Kreuzfahrtreisen. Auch zu Beginn dieses Jahres war er erneut auf einem Schiff unterwegs und kehrte mit vielen guten Gesprächen und stärkenden Eindrücken zurück.
In seiner Predigt sprach Pfarrer Tschöpel offen über Höhen und Tiefen seines Weges. Er erzählte von Momenten der Erschöpfung, von Herausforderungen, die ihn an Grenzen führten, und von Zeiten, in denen er neu aufbrechen musste. Zugleich berichtete er von Stärkung, die er erfahren hat, durch Menschen, durch Begegnungen, durch Gottes Zuspruch.
Ein Herz für junge Menschen
Ein besonderer Schwerpunkt seines Dienstes war und ist die Arbeit mit Jugendlichen. Mit großer Freude unterrichtete er an einer Oberstufe in Konradsdorf und begleitete Schülerinnen und Schüler bis zum Abitur. Auch in den AMeN-Gemeinden engagiert er sich intensiv in der Konfirmandenarbeit und unterstützt das Zusammenwachsen der drei Gemeinden. Seine ruhige, zugewandte Art und seine Offenheit im Umgang mit Menschen prägen seine Arbeit und machen ihn für viele zu einem wichtigen Ansprechpartner.
Verbundenheit und Gemeinschaft
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde zu einem Empfang im Gemeindehaus eingeladen. Bei Sekt und belegten Brötchen kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. Alte Erinnerungen wurden wach, man traf vertraute Gesichter wieder und erzählte von gemeinsamen Wegen. Die Stimmung war geprägt von Dankbarkeit für 25 Jahre Dienst und für einen Pfarrer, der seinen Beruf mit echter Leidenschaft lebt.
Dass Verbundenheit über Jahre und Entfernungen hinweg bestehen bleibt, zeigte sich am Jubiläumssonntag eindrucksvoll. Ehemalige Gemeindeglieder aus früheren Wirkungsorten waren angereist, ebenso Vertreter der Kirchenvorstände aus Bleichenbach und Effolderbach. Auch Freunde aus seiner Jugendgruppe in Dotzheim, mit denen er schon als junger Mensch Gottesdienste gestaltete, feierten mit. Der Nauroder Ortsvorsteher Wolfgang Nickel überbrachte die Grüße des Ortsbeirats und dankte Pfarrer Tschöpel für seine offene und kommunikative Art. Unter den Gratulanten war auch seine Lehrpfarrerin aus dem Vikariat, Angelika Mader, die seine Entwicklung seit den ersten beruflichen Schritten würdigte.
Dank und Segen
Die AMeN-Gemeinden gratulieren Pfarrer Thomas Tschöpel herzlich zu seinem Ordinationsjubiläum, danken ihm für seinen Dienst und wünschen ihm weiterhin Gottes Segen auf allen kommenden Wegen.
Christina Dietz






















