In unseren Kirchen in Naurod, Auringen und Medenbach gibt es einen Ablauf der Gottesdienste, Liturgie genannt. Damit unsere Konfirmanden und Konfirmandinnen und auch Sie, die Gottesdienstbesucher/innen eine verlässliche Form haben, wo sie mitsingen und mitsprechen können, ist die Form in unseren Orten ab Januar 2027 gleich.
Mit den Responsorien, den Antwortgesängen, stimmt die Gemeinde dem, was gesagt wurde, zu. Am Ende dessen, was Pfarrer/in oder Pädikant/in sagt, gibt es ein Stichwort, ein Signalwort, daraufhin spielt die Orgel und die Gemeinde singt oder spricht.
Auch in anderen evangelischen Gottesdiensten in unserem Dekanat, unserer Landeskirche und in der Evangelischen Kirche in Deutschland gilt diese Form:
Orgelvorspiel
Begrüßung und Wochenspruch
Abkündigung: Es erfolgt, wenn jemand verstorben ist und für die Person später im Fürbittengebet gebetet wird.
Lied
Votum: Pfarrer/in oder Prädikant/in enden mit Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und die Gemeinde antwortet singendAmen
Psalm: Es gibt 150 Psalmen. Den Sonntagen wurde jeweils ein Psalm zugeordnet, der gelesen oder im Wechsel mit der Gemeinde gesprochen wird. Es endet mit: Kommt, lasst uns anbeten. Darauf antwortet die Gemeinde singend Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
Kyrie: Es wird gesagt, was nicht gut ist in unserer Welt und im Leben und Gott wird um Hilfe gebeten, damit es besser wird. Wir rufen zu Gott um Erbarmen. Pfarrer/in oder Prädikant/in endet mit Herr, erbarme Dich und die Gemeinde singt Herr, erbarme dich; Christi, erbarme dich, Herr, erbarme Dich.
Gloria: Es folgt ein Zuspruch, oft ein Bibelvers, und dann der Satz: Lobsinget Gott, erhebet seinen Namen: und die Gemeinde singt Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden und den Menschen sein Wohlgefallen.
Wechselgruß: Pfarrer/in oder Prädikant/in sagen Der Herr sei mit Euch und die Gemeinde antwortet und mit Deinem Geiste. So ermächtigt die Gemeinde den Pfarrer/die Pfarrerin, den Prädikanten/die Prädikantin, zu sprechen, zu beten, zu predigen. Die Zustimmung sagt aus: Wir glauben Dir, dass das, was Du sagst, Gottes Willen ausdrückt und die Verkündigung stimmt im Blick auf unseren Glauben und unsere Bekenntnisse.
Kollektengebet oder Tagesgebet: Es fasst zusammen, was bisher gesagt wurde und endet mit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Dann singt die Gemeinde Amen, was so viel heißt wie: Wir stimmen zu.
Schriftlesung: Sie wird meistens von einem Kirchenvorsteher oder einer Kirchenvorsteherin vorgelesen. Es gibt sechs Texte aus der Bibel für jeden Sonntag, einer aus den Evangelien, einer aus dem Alten Testament, einer aus den Briefen aus dem Neuen Testament und mindestens drei weitere Bibeltexte. Wenn der Predigttext ein Text aus dem Neuen Testament ist, ist die Lesung einer aus dem Alten Testament oder umgekehrt. Wenn der Predigttext ein Text aus den Briefen im Neuen Testament ist, soll der Lesungstext ein Evangeliumstext sein und umgekehrt. Die Lesung endet mit Selig sind, die Gottes Wort hören und danach leben. Halleluja – und dann singt die Gemeinde dreimal Halleluja. In der Passions- und Adventszeit wird Amen gesungen.
Glaubensbekenntnis: Es ist ursprünglich ein Taufbekenntnis und es drückt aus, was alle Christinnen und Christen weltweit glauben.
Wochenlied: Hier gibt es für jeden Sonntag passende, vorgeschlagene Lieder, auch Wochenlied genannt.
Predigt: Es gibt sechs Reihen, die Jahr für Jahr nacheinander gelesen werden, so kommt derselbe Text, wenn sich alle, die predigen, an die Vorgabe halten, erst im siebten Jahr wieder. Die Predigt ist von einem Anfangs- und Schlusssatz gerahmt.
Lied
Fürbittengebet: Es wird klassisch gebetet: für den Staat, beziehungsweise für das Oberhaupt. Das stammt aus der Zeit, als der Kaiser/Landesherr auch oberster Regent/Bischof in der evangelischen Kirche war. Dann folgt ein Gebet für die Kirche und die Glaubenden und schließlich ein Gebet für Menschen in Not. Hier wird der Horizont geöffnet und es können Gebete für Themen gesprochen werden, die in der Predigt keine Rolle spielten. Auch für zuletzt Verstorbene aus der Gemeinde wird im Fürbittengebet gebetet.
Stilles Gebet: Iin diesem kann jede/r persönliche Bitten und Dank vor Gott bringen.
Vater Unser: Es läutet dazu die Vater-Unser-Glocke und alle können mitsprechen, die nicht im Gottesdienst sind, aber die Glocke im Ort hören.
Bekanntmachungen: Es geht um den Zweck der Kollekte, um den nächsten Gottesdienst und um Veranstaltungen in der Woche.
Schlusslied: Es ist das letzte Lied an dem Tag, oft ist es ein Lied mit der Bitte um Gottes Segen.
Segen: Es ist der aaronitische Segen, er endet mit Amen und die Gemeinde singt dreimal Amen.
Orgelnachspiel: Es beendet den Gottesdienst, die Gemeinde hört es komplett an und geht dann aus der Kirche heraus.
Und nun viel Freude beim Mitsingen und Mitsprechen!
Ihr Pfarrer Thomas Tschöpel