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Die Nauroder Kirche ist ein Schmuckstück. Sie wurde unter der Leitung von Johann Jakob Bager erbaut. Am 20. August 1730 wurde sie eingeweiht. Der oktogone Zentralbau im barocken Stil lädt zum Verweilen ein. Sie wirkt, obgleich sie achteckig ist, rund, da die Außenpilaster neben den Fenstern platziert sind, so dass die Ecken kaum sichtbar werden. Hinzu kommt das in sich gerundete Dach.
Um auf dem feuchten Boden bauen zu können, musste zuerst ein Pfahlrost aus rund 250 Eichenstämmen in den Boden getrieben werden, auf dem die Kirche bis heute gegründet ist. Der Altar ist aus schwarzem Nassauer Marmor, der von weißen Steinadern durchzogen ist, geschaffen. Über dem Altar ist die Kanzel und - mit Sondergenehmigung des Grafen Karl von Nassau-Usingen, gegen den erklärten Willen der Kirchenverwaltung - die Orgel von Gottfried Weißhaupt angeordnet. Dies ist ein typisches Beispiel einer protestantischen Predigerkirche, in der die Wortverkündigung im Mittelpunkt steht.
![]() Luftbild der Nauroder Kirche (von Phillip Cammerer) Taufstein und Lesepult hat im Jahr 1998 die Frankfurter Künstlerin Ulrike Obenauer gestaltet. Konfessionell ist die Kirchengemeinde infolge der Idsteiner Union von 1817 uniert, öffnet sich aber seit einigen Jahren manchen lutherischen Liturgie- Elementen.
Nach dem Gottesdienst, der um 9.30 Uhr beginnt, ist die Kirche von März bis Oktober sonntags bis 18 Uhr geöffnet, außerdem jederzeit nach vorheriger Vereinbarung. Der Schlüssel ist im Pfarramt und bei der Küsterin erhältlich.
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