Startseite arrow Aktuelles arrow Helden oder St. Martin
Helden oder St. Martin PDF

Helden gibt es viele auf der Welt. Der erste Held ist mit Sicherheit der Vater, eher nicht die Mutter, sie ist die Beschützerin, Bewahrerin der Familie (und sicher barmherziger als viele Helden).

 

Bei Wikipedia finden wir folgende Definition: „Ein Held (althochdeutsch helido) ist eine Person, die eine Heldentat, also eine besondere, außeralltägliche Leistung vollbringt. Dabei kann es sich um reale oder fiktive Personen handeln, um Gestalten der Geschichte, aber auch aus Legenden oder Sagen. Seine heroischen Fähigkeiten können von körperlicher Art (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer usw.) oder auch geistiger Natur sein (Mut, Aufopferungsbereitschaft, Kampf für Ideale, Tugendhaftigkeit oder Einsatzbereitschaft für Mitmenschen).“

 

Helden, sie fielen in den Weltkriegen fürs Vaterland und wurden zu Hause als solche gefeiert und verehrt. Der Held an sich war dann bereits tot. Wir können ihn nicht fragen, ob er wirklich ein Held sein wollte! Ich wollte in dem Fall lieber keiner sein. Dann doch eher ein Alltagsheld, der seinen Mitmenschen in kritischen Situation hilft und zu Seite steht. Oder einfach da ist, wenn seine Hilfe gefragt ist.

 

So wie der Heilige Martin, dessen Namen sich vom römischen Kriegsgott Mars ableitet. Und Martin war Soldat, einer der der im Auftrag der römischen Armee tötete, wenn es denn sein Auftrag war. Eigentlich kein Heiliger. Aber, er kam früh mit dem Christentum in Berührung, wurde ein Taufanwärter und lebte trotz seines Berufes ein eher christliches Leben.

 

Und so berichtet es die Legende, teile er mit seinem Schwert, sonst Tötungsinstrument, seinen Mantel, damit ein am Wegesrand frierender Bettler eben nicht erfror.

Symbolisch wandelte er sein Schwert in ein harmloses Schneiderwerkzeug um und auch seine von ihm eher zu erwartende Reaktion, den Bettler zu missachten, durchbrach er und zeigte Mitleid. Er litt mit dem Frierenden und deswegen gab er von dem, was er besaß, etwas ab.

 

Wahrscheinlich bekam er später den Mantel wieder ersetzt, denn ein Offizier konnte ja nicht mit einem halben Mantel seiner Mannschaft vorstehen. Aber der Akt des Teilens, das öffentlich zu erlebende Erbarmen mit einem der weniger als ich besitzt und in Not ist, dass macht die Tat des nunmehr Heiligen Martin aus.

 

Und zu Recht erinnern wir uns seiner am 9. November bei der Andacht und beim Umzug durch unser Ort. Ja, wir erfreuen uns am Lampionumzug der Kinder, sollen aber bei aller Freude nicht den Grund des Festes vergessen, das Teilen mit denen, die weniger als ich zum Leben haben. Und Geben ist denn immer seliger denn Nehmen und macht am Ende zwei Menschen glücklich, den Schenkenden und den Beschenkten.

 

Wir laden alle herzlich ein, Kinder wie Erwachsene, am Freitag, 9. November um 17 Uhr zur Andacht in die Nauroder Kirche zu kommen und im Anschluss gegen 18 Uhr beim Umzug mitzulaufen und dabei mit dem St. Martins Lied seiner zu gedenken. 

 

 

 

 

 
< zurück   weiter >