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Nauroder Religionsgespräche PDF

Über den Glauben nachdenken, Fragen stellen, ihn in unsere heutige Zeit holen und auf das eigene Leben beziehen - wenn das gelingt, dann wird er lebendig. Glauben und verstandesmäßig etwas begreifen sind nicht von vorneherein zwei Pole, die sich gegenseitig ausschließen, auch wenn der menschliche Verstand bei Glaubensfragen immer wieder an seine Grenzen stößt.

 

Die Nauroder Religionsgespräche sind in der Regel am 1. Dienstag im Monat von 20.00-21.15 Uhr im Gemeindehaus.

 

Das nächste Religionsgespräch findet am Dienstag, den 8. Mai, um 20 Uhr im Gemeindehaus statt. Das Thema wird das Alte Testament sein.

 

Vielen Menschen ist heutzutage das Alte Testament – oder jedenfalls große Teile daraus – kaum noch bekannt. Oft existieren sogar regelrechte Vorurteile dagegen: Es sei voller grausamer Geschichten oder hätte für uns keine Bedeutung mehr, da es durch das Neue Testament überholt sei.

 

Zunächst ist ganz einfach festzuhalten, dass dieses Buch eine Fülle großartiger Texte enthält. Die Lebensweisheit der Urgeschichte, die Liebeslieder des Hohenlieds, das Ringen Hiobs/Ijobs um das Problem des unverdienten Leidens oder die Josefsgeschichte gehören zur Weltliteratur und haben bis in unsere Zeit hinein Schriftsteller und Künstler zu eigenen Werken inspiriert. 

 

Gerade für uns Christen gibt es noch einen anderen Grund, der die Lektüre des Alten Testaments unverzichtbar macht. In dem Teil der Bibel, den wir das Alte Testament nennen und der die Heilige Schrift des Judentums ist, begegnen wir unseren Vätern und Müttern im Glauben; hier liegt die Wurzel unseres Christseins, ohne die es gar nicht zu verstehen ist

 

An der Berliner Humboldt-Universität wird um den Rang des Alten Testaments innerhalb der christlichen Bibel gerungen. Bereits vor zwei Jahren hatte der Systematische Theologe Notger Slenczka in einem Vortrag provoziert mit der These, dass das Alte Testament für Christen nicht die gleiche Bedeutung habe wie das Neue Testament. Prof. Slenczka ist inzwischen heftig widersprochen worden, nicht nur von seinen Kollegen an der Berliner Universität. 

 

"Das Bekenntnis zu Jesus als den Christus/Messias setzt die Bibel Israels voraus, denn nur von ihr her kann man überhaupt wissen, wer und was dieser "Gesalbte", der Messias/Christus ist." (Prof. Dr. Dohmen, Professor für Exegese und Hermeneutik des AT)

 

 

Sie sind herzlich eingeladen, mitzulesen, mitzudenken, mitzudiskutieren oder einfach zuzuhören!

 

Treffpunkt: Evangelisches Gemeindehaus, Kirchhohl 3, 65207 WI-Naurod

Zeit: in der Regel am 1. Dienstag im Monat von 20.00-21.15 Uhr

Kontakt und Infos: 06127 / 6 12 38 und Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spam-Bots geschützt, Sie müssen Javascript aktivieren, damit Sie es sehen können

Ansprechpartnerin: Pfarrerin Arami Neumann